Haltung
- In einer akut schwierigen Situation hole ich mir Unterstützung.
- Akute Situationen muss ich nicht allein lösen – ich rufe dich als Kollegin oder Kollege und weiß, dass du verlässlich verfügbar bist.
- Wenn du mich als Kollegin oder Kollege in einer akuten Situation als aktive Unterstützung benötigst, bin ich sofort verfügbar.
Worum geht´s?
Trotz einer guten Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern und trotz des Einsatzes verschiedener Präventions- und Interventionstechniken kommt es im Unterricht zu Situationen, in denen es Schülerinnen und Schülern nicht mehr möglich ist, sich an bestehende Regeln zu halten. Das Verhalten der Schülerin und des Schülers verhindert eine Fortführung des Unterrichts, die Gefahr einer Eskalation wächst bzw. ist schon da. Die Schülerin oder der Schüler ist nicht mehr bereit oder fähig, selbstständig in eine andere Klasse zu gehen, so wie es im Baustein „Schattenstundenplan“ vorgesehen ist.
Worauf ist zu achten?
Eine Gelingensbedingung auch des Notfallplans ist, dass Schülerinnen und Schüler grundsätzlich und in Eskalationssituationen die Autorität der Lehrkräfte akzeptieren. Wesentlich dazu trägt bei, den Notfallplan nicht als Sanktionsmaßnahme sondern als Hilfe zur Teilhabe am Unterricht zu vermitteln.
Damit der Notfallplan von Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrkräften als wirksame Maßnahmen erfahren wird, ist es wichtig, dass er in eine Reihe pädagogischer Handlungsweisen eingebettet ist.
Was nimmt man wahr?
- Die restliche Klasse kann wieder ungestört lernen.
- Die betroffene Schülerin bzw. der betroffene Schüler kann durch individuelle Zuwendung unterstützt werden.
- Weniger Ohnmacht und mehr Handlungssicherheit und Wirksamkeit für die Lehrkraft.
"Ich bin bei Problemen nicht allein..."
Birgit Wagner, Lehrerin berichtet von der Unterstützung im Kollegium

Wie sieht das aus?
Der Notfallplan ist in jedem Klassenzimmer sichtbar ausgehängt. Es wird versucht, das Unterstützungsangebot auch am Nachmittag anzubieten.
Geht es auch anders?
