
Was tun wir konkret?
So viele Erwachsene wie möglich betreten gemeinsam das Klassenzimmer des betreffenden Lernenden bzw. der Klasse und stellen sich in einer Reihe nebeneinander vor den Schülerinnen und Schülern auf.
In dieser „geballten“ Präsenz werden drei Statements von einem Erwachsenen (oder mehreren) vorgebracht:
Beschreibung des unerwünschten Verhaltens, beispielsweise
Wir sind alle gekommen, um dir Folgendes mitzuteilen:
Du störst den Unterricht.
Du sagst folgende Wörter: ___________.
Du beschimpfst Frau/ Herrn ___________ mit folgenden Wörtern: ___________.
Wir dulden dieses Verhalten nicht.
Erwartung an den Schüler/ die Schülerin, beispielsweise:
Wir erwarten folgendes Verhalten:
Du sprichst höflich und freundlich zu Erwachsenen und Mitschülerinnen und Mitschülern.
Du meldest dich, wenn du etwas sagen möchtest.
Du unterlässt Störungen.
Überprüfung des Verhaltens, beispielsweise in Form eines Laufzettels:
Wir werden dein Verhalten in den kommenden zwei Wochen genau beobachten und überprüfen.
Deine Klassenleitung kreuzt jeden Tag am Unterrichtsende auf dem Laufzettel an, wie dein Verhalten war.
Mit diesem Laufzettel gehst du jeden Tag nach dem Unterricht zu vier verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern und der Schulleitung. Dort erklärst du jeweils das Kreuz auf deinem Laufzettel und holst dir deren Unterschrift.
Was nimmt man wahr?
- Die gemeinsame Ankündigung hinterlässt Eindruck. Der Respekt steigt.
- Sowohl die Ankündigung als auch der Laufzettel zeigen den betroffenen Kindern und Jugendlichen, dass an der Schule Transparenz gelebt wird. Zudem wird die Botschaft vermittelt: Ich werde von allen an der Schule gesehen. Mein Verhalten – sowohl positives als auch negatives – ist allen an der Schule wichtig.
- Lehrkräfte in belasteten Situationen erfahren Psychohygiene durch Unterstützung und Entlastung.
Wie sieht das aus?
Der Laufzettel dient der Überprüfung des gezeigten Verhaltens.
"Gemeinsame Präsenz"
Gabriele Dengler-Schaible, Schulleitung, erklärt das Vorgehen und die Wirkungsweise. (1:55)

"Alle Lehrkräfte ziehen an einem Strang..."
Julian Söhnlein, HFL, beschreibt die Wirkung gemeinsamer Präsenz. (1:15)


