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Bedürfnisorientierung und Schulentwicklung
Bedürfnisorientierung kann einerseits auf das Handeln in einer konkreten Situation bezogen sein. Der Schule kommt vor dem Hintergrund des oben dargestellten Spannungsfeldes die Aufgabe zu, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Lehrkräfte ihre jeweils eigene Haltung reflektieren können (z.B. Supervision oder Teamzeiten).
Schulleitung hat dann die Aufgabe, eine Kultur der Bedürfnisorientierung gerade auch in Konfliktsituationen mit Schülerinnen oder Schülern zu unterstützen. Dies bedeutet auch das Ende allgemeingültiger Sanktionskataloge und Wenn-Dann-Automatismen. Indem Lehrkräfte jedoch spüren, dass bedürfnisorientierte Erziehungsmaßnahmen und ggf. auch Sanktionen passgenauer sind, gewinnen sie gerade dadurch erzieherische Wirksamkeit und tatsächliche Handlungssicherheit.
Andererseits kann ein Kollegium über den einzelnen Schüler oder die einzelne Schülerin hinaus die Kinder und Jugendlichen "seiner" Schule in "seinem" Einzugsgebiet in den Blick nehmen und generalisierend besondere Bedürfnisse feststellen.
Die Feststellung offensichtlicher und nicht-offensichtlicher Bedürfnisse durch die Beantwortung der Frage "Was brauchen unsere Kinder und Jugendlichen, damit sie hier leben und lernen können?" stellt den ersten Schritt dar.
Das Einlösen dieser Bedarfe kann sich dann in allen Bereichen von Schulentwicklung niederschlagen:
- Einrichten eines Schulfrühstücks, um Primärbedürfnisse zu stillen
- Gestaltung von Schule als "möglichst sicheren Raum", um traumasensibel zu agieren
- Umfassende differenzierende Unterrichtsformen, um bei großer Heterogenität Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen
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